Zeitumstellung sanft und fließend gestalten

Zeitumstellung Jetlag

Du hast es bestimmt gemerkt – letztes Wochenende war wieder Zeitumstellung. Die Sommerzeit ist da.

Es ist Ende März 2020 und wir stecken mitten in den Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen der Coronakrise. Was für viele bedeutet, dass sie nicht arbeiten müssen oder können.

Der Rat der Experten:
Stellen Sie sich möglichst gleich auf die neue Zeit ein, und stehen Sie trotzdem um die gewohnte Zeit auf – so wie Sie das auch bei einem Jetlag machen würden.

Ja genau, dieser Tipp gilt ja auch für Jetlags – wenn du in den Urlaub fahrst oder zurückkommst, sofort in die Zeitzone einsteigen und am nächsten Tag ist alles gut.

Bleiben wir erst einmal bei der Zeitumstellung
Vielen von uns bleibt ja normalerweise auch gar keine andere Wahl, als sich adhock an die Zeitumstellung anzupassen – Schließlich werden die Uhren von Samstag auf Sonntag umgestellt und am Montag muss der normalsterbliche Bürger ja pünktlich zur Arbeit antreten.
 
Aber ist das wirklich die beste Lösung – und die beste Lösung für jeden?
Warum um alles in der Welt soll ich mich in dieses neue Zeitfenster zwingen, wenn ich gar nicht muss? Wenn ich das nämlich nicht tue, dann werde ich mich im Laufe der nächsten zwei, drei Tage sowieso ganz automatisch umstellen – ganz langsam, sanft und ohne meinen Körper zu strapazieren, ohne meine Schlaf- und Wachgewohnheiten mit Gewalt auf den Kopf zu stellen. (Hier habe ich übrigens einen kurzen Artikel gefunden, darüber was da alles mit dran hängt)
 
Nun ist eine Stunde für mich persönlich kein großer Deal. Ich hatte auch immer das Glück Jobs zu haben, bei denen mein Arbeitsbeginn flexibel war. Ganz früher hatte ich einfach unterschiedliche Dienstzeiten an den unterschiedlichen Wochentagen, und somit eh keinen fixen Rythmus (da war ich zudem noch jung und weitaus flexibler als heute, hihi)
Und im nächsten Job hatte ich so eine Art Gleitzeit – also gar kein Problem mich langsam umzustellen. Heute kann ich mir meine Zeit selbsteinteilen, und darf auch mal eine Stunde früher oder später aufstehen, wenn mir danach ist.
Mir ist aber auch bewusst, dass vielen Menschen diese Zeitumstellung weitaus mehr Probleme macht, besonderes manchen, die einen sehr fixen und teilweise auch von außen vorgegeben Zeitplan haben, fixe Arbeitszeiten und keinen Einfluss auf ihren Arbeitsbeginn.
 
Manchmal ist das halt leider so, und dann müssen wir das beste aus so einer Zeitumstellung machen. Aber wenn nicht – so wie für viele gerade – warum mit Gewalt umstellen? Dir läuft doch nix davon!
 
Jetlag – noch so eine Sache
Die gleiche Empfehlung gilt auch für Jetlag. Und ich weiß, viele Leute sind überzeugt davon, dass das die beste Lösung ist.
Vielleicht ist sie das auch für manche. Und wenn du jetzt nach Amerika, Australien oder Asien fliegst um dor Urlaub zu machen, dann hast du ja vielleicht auch einen strikten Plan für Ausflüge und Besichtigungen, möchtest möglichst viel sehen, ja nichts verpassen. Und möglicherweise hast du auch gar nicht so viel Zeit, ein oder zwei Wochen sind ja so verdammt schnell rum.
 
Ich war früher oft in den USA und ich hatte nie Probleme mit dem Jetlag. Ich hatte mir im Vorfeld keine Gedanken darüber gemacht, und ich hatte das Glück, dass ich immer genug Zeit zum Anpassen hatte. Die ersten paar Male – ich war da als Au-Pair – hatte ich meist zwei bis drei Tage Zeit um anzukommen, und ohne darüber nachzudenken bin ich einfach immer dann schlafen gegangen, wenn ich müde war. In den USA bedeutet das normalerweise man geht früh ins Bett und ist halt dann schon um 4 oder 5 Uhr morgens wach (Ostküste). Und nachdem ich nicht um 4 oder 5 Uhr morgens aufstehen wollte (der Rest des Hauses schlief ja noch), bis ich länger liegen geblieben, eventuell noch mal eingeschlafen –  und schwupps am nächsten Abend in folgedessen ja wieder ein bisschen später ins Bett gegangen.
 
Und auch wenn ich seither für Besuche oder Urlaube drüben war, habe ich mich an dieses Prinzip gehalten. Für Ausflüge usw. blieb mir trotzdem noch reichlich Zeit auch an den ersten paar Tagen. Ich muss aber auch gestehen, ich bin bei weitem kein Turbo-Sightseer und mag es auch im Urlaub ruhig angehen lassen.
 
Ja, ich weiß, viele Leute ziehen das durch, machen eine Nacht durch und sind dann im neuen Rhythmus, aber für viele andere funktioniert das eher schlecht als recht.
Darum bitte, wenn du einer dieser nicht ganz so flexiblen Personen bist, dann zwing dich doch nicht dazu! Lass die ersten Tage langsam angehen, du bist doch im Urlaub, da brauchst du keinen Stress. Und wenn du zurückkommst aus Übersee, dann plan doch einfach noch zwei Tage zu Hause ein. Der Urlaub wird auch schön, wenn du ein oder zwei Dinge weniger besichtigst oder einen Ausflug weniger machst!
Denn Schlaf und Schlafryhtmus sind verdammt wichtig – in letzter Zeit kommt die Wissenschaft immer mehr drauf WIE wichtig tatsächlich! – und du tust deinem Körper keinen Gefallen mit Schlafentzug und Zwang im Eilschritt.
 
Wie siehst du das? Augen zu und durch? Oder lieber schön langsam und schonend?

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