DAS IST SIMPEL

In letzter Zeit ist mir alles irgenwie zuviel.

Damit meine ich nicht meinen seelischen Zustand, der ist okay.
Es ist eher so, dass vieles mich nervt.

  • Zuviel Klamotten (die ich nicht trage)
  • Zuviel Zeug, das nur rumsteht
  • Zuviel Plastik – vor allem rund um mein Essen
  • Zuviel Monat am Ende des Geldes
  • Zuviel Chemie rundherum – in Putzmitteln, aber auch in Kosmetik und Hygieneprodukten
  • Zuviel Zucker und Convienience Food
Ja, ich gebe zu, ich bin ein Klumpert-Junkie. Ich liebe es viele kleine, günstige und vor allem absolut unnötige Sachen zu kaufen. Schnäppchen sozusagen.
Hier ein Notizbuch, dort ein paar Stifte, Sticker oder Stempel, und dort ein süßes kleines Fläschhen mit Handdesinfektionmittel (na komm, da ist vorne die voll süße Mietzekatze drauf!!)
Teelichthalter, neue Tischsets, eine Vase, ein Bilderrahmen, Kerze, Tasse, hübsche Dose.
Der Witz daran ist, das ich es absolut hasse, solchen Dekokram rumstehen zu haben.
 
Mein Kinder- und Jugendzimmer damals war ein einziger Saustall. Knietief musste man durch Papierkram, Klamotten, Kassetten, Schuhe, Bücher und anderen Krimskrams waten. Ich weiß das klingt ein bisschen übertrieben – ist vielleicht ganz gut, wenn du dir das nicht so genau vorstellen kannst.
Jedenfalls dachte ich jahrelang, ich wäre halt einfach ein von Grund auf schlampiger Mensch. Und ja, ich war nie ein Putzteuferl und werd wohl auch nie eins werden. Aber so schlimm wie damals sieht es bei mir schon lang nicht mehr aus.
Als ich nämlich daheim ausgezogen bin und plötzlich mehr Platz und Stauraum hatte, hatte ich mit einem Schlag auch mehr Ordnung. Schon damals habe ich erkannt, dass ich nicht zu wenig Ordnungssinn hatte, sondern eher zu wenig Platz für all meine Sachen.
Ergo brauchte ich einfach nur mehr Platz. Oder weniger Zeugs.
 
Ich habe mich aber erstmal für mehr Platz entschieden, und den hatte ich ja jetzt auch.
Seitdem ist es mir eigentlich gelungen, mein Chaos einigermaßen in den Griff zu kriegen. Manche Leute empfinden meine Wohnung vielleicht immer noch als unordentlich, aber jeder der mich von früher kennt ist ehrlich beeindruckt.
 
Inzwischen habe ich mehr Platz als ich brauche. Es gibt bei uns sogar den einen oder anderen leeren Schrank. Aber es gibt auch genügend andere Schränke, die bis obenhin vollgestopft sind mit Sachen die langsam verstauben, weil keiner sie jemals auch nur berührt.
 
Außerdem lebe ich seit ein paar Jahren mit der Diagnose Diabetes Typ 2, weshalb sich auch mein Essverhalten ändern musste und auch noch weiterhin verbessern muss.
 
Der Plan?
Der Pan lautet so:
 
Punkt 1
Entrümpeln. Weg mit Stiften, Klamotten, Cds, Dvds und all den anderen Dingen, die keiner verwendet. Auch wenn man sie irgendwann ja doch mal brauchen könnte – die Betonung liegt auf: KÖNNTE!
 
Punkt 2
Weniger kaufen. Schluss mit Krimskrams, neuen Dingen wo die alten es auch noch tun. Herausfinden, was wir wirklich brauchen und uns darauf beschränken. 
Keine neuen Stifte mehr!!
Die Betonung liegt auf: UNNÖTIG!!
 
Punkt 3
Weniger Müll produzieren, weniger Plastik verwenden. Ende des Jahres werden bei uns die gelben Säcke abgeschafft und wir bekommen eine gelbe Tonne. Die Betonung liegt auf: EINE!
 
Punkt 4
Das Essen. Selbstverständlich habe ich mit der Diagnose Diabetes meine Ernährung grundsätzlich umgestellt und esse lange nicht mehr soviel Schrott wie früher. Allerdings habe ich – vor allem am Anfang – auch versucht alles mögliche durch teilweise eher exotische Dinge zu ersetzen. Also hab ich zum Beispiel mit Kokosmehl gebacken und sowas wie Quinoa, Konjak oder anderes Superfood ausprobiert. Das ist auch ein Weg, aber es ist nicht mehr meiner. Statt dessen wird der Speiseplan einfacher, regionaler und einfach generell weniger.
Die Betonung liegt auf: WENIGER!!
 
Punkt 5
Die Chemie. Alternative Hygiene- und Kosmetikprodukte, aber auch Putzmittel.
Die Betonung liegt auf: NATÜRLICHER!
 
Punkt 6
Die Psyche. Hab ich noch gar nicht erwähnt ist aber auch wichtig. Raus mit limitierenden Glaubenssätzen, weg von Angst und Sorgen, hin zu positivem Denken, Gelassenheit und Optimismus
Die Betonung liegt auf: POSITIV!
 
Das wars erstmal. Das ist ja erst der Anfang vom Weg, mal sehen wohin er uns noch führt. Es geht auch nicht darum alles perfekt zu machen, ich werde bestimmt nicht so schnell zum perfekten Verbraucher. Es geht mir darum in kleinen Schritten kleine Verbesserungen zu erziehlen – für mich, für meine Umwelt und wenn möglich auch für die Menschen um mich rum.
Komm gerne mit, sei dabei, mach es nach und mach es vor!
Teile deine Erfahrungen, Tipps, Anregungen oder auch deine konstruktive Kritik mit mir! Ich freu mich auf die Zukunft! Wir sehen uns!